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7.04.2026

Thüringen bringt KI-Chatbot telli an seine Schulen
Mit neuer Funktion für neue Unterrichtsimpulse

München, 07.04.2026. Mit Thüringen hat Anfang April ein weiteres Bundesland den KI-Chatbot telli an seinen öffentlichen Schulen eingeführt. telli wurde im Auftrag der 16 Bundesländer als Basislösung für alle öffentlichen Schulen in Deutschland und speziell für den pädagogischen Einsatz entwickelt. Dank telli haben Lehrkräfte sowie Lernende kostenlosen und datenschutzkonformen Zugang zu generativer KI. Lehrkräfte können über das Schulportal auf telli zugreifen und den Chatbot als praktische Unterstützung im Schulalltag nutzen. telli hilft bei der Planung und Strukturierung des Unterrichts sowie bei der Differenzierung von Lerninhalten und eröffnet kreative Spielräume für neue Lernsettings und die Erstellung von Lernmaterial.

Bildungsminister Christian Tischner: „Künstliche Intelligenz ist längst Teil der Lebenswirklichkeit unserer Schülerinnen und Schüler. Mit telli geben wir den Schulen ein Werkzeug an die Hand, das KI aus der Grauzone in die pädagogische Verantwortung holt. Unser Anspruch ist klar: Thüringer Schülerinnen und Schüler sollen KI nicht nur nutzen – sie sollen sie verstehen, hinterfragen und verantwortungsvoll einsetzen können.“

Neue Funktion: Vorlagen bundesweit mit anderen Lehrkräften teilen

Mit einer neuen Funktion erweitert telli die Möglichkeiten für die Zusammenarbeit unter Lehrkräften: Selbst erstellte Vorlagen können ab sofort per Link bundesweit mit anderen Lehrkräften geteilt werden. So lassen sich einmal entwickelte Assistenten, Dialogpartner und Lernszenarien nicht nur im eigenen Kollegium, sondern auch schul- und länderübergreifend teilen und weiterverwenden.

Die Sharing-Funktion stärkt den fachlichen Austausch und erleichtert es Lehrkräften, auf bereits erprobte Inhalte zurückzugreifen, diese an den eigenen Unterricht anzupassen und weiterzuentwickeln. So entstehen aus einzelnen Unterrichtsideen kollaborativ genutzte und individuell verfeinerte Materialien, die flexibel angepasst und im eigenen Kontext eingesetzt werden können.

Über telli

telli ist eine KI-Chatbot-Oberfläche, die an verschiedene Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) angebunden ist. Anzahl und Auswahl der in telli verfügbaren LLMs wie zum Beispiel Llama 3.3 von Meta oder GPT-5-mini von OpenAI werden auf Landesebene festgelegt.

telli ist über den datenschutzkonformen Anmeldedienst VIDIS an die Schulportale der Bundesländer angebunden. Die zugrundeliegenden Sprachmodelle werden ausschließlich auf Servern innerhalb der EU gehostet. Daten, die bei der Arbeit in telli anfallen, werden nicht an Dritte weitergegeben oder für ein Training der LLMs verwendet. Damit ist die Nutzung von telli vollständig datenschutzkonform und unterscheidet sich darin grundlegend von kommerziellen KI-Chatbots wie ChatGPT.

telli wird seit 2024 in enger Zusammenarbeit mit Pädagoginnen und Pädagogen als Open-Source-Lösung entwickelt, kontinuierlich erweitert und auf einen pädagogischen Einsatz hin optimiert. Das FWU setzt das länderübergreifende Vorhaben gemeinsam mit technischen Dienstleistern um.

Über das FWU

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