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18.05.2022

pilot@OMR 2022: Point of Sale der Zukunft – wie Marken digital und stationär Erlebnisse schaffen

Exklusives Preview-Event zum Online Marketing Rockstars Festival der Agenturgruppe pilot

Hamburg, 18. Mai 2022. Exklusiver Deep-Dive im Vorfeld der Online Marketing Rockstars: Nach zwei Jahren in digitaler Form hat die Agenturgruppe pilot in diesem Jahr wieder zur traditionellen Preview-Veranstaltung pilot@OMR eingeladen. Insgesamt rund 150 Marketing- und Mediaentscheider nutzten die Gelegenheit und erlebten vor Ort in der Hamburger Hafencity hochkarätige Speaker des digitalen Mega-Festivals OMR 2022 im spannenden Austausch mit den Expertinnen und Experten von pilot. Die große Frage „Wie sieht der Point of Sale der Zukunft aus?“ diskutierten: Asher Rapkin, Director Global Business Marketing bei Meta, Alisa Jahnke, Co-Founderin von Purelei, Dr. Mirko Caspar, Co-CEO und Vorstandsmitglied bei Mister Spex und Helena Wilms, Head of Marketing bei der Hamburger Sparkasse.

Den Auftakt machte Helena Wilms von der Hamburger Sparkasse (Haspa), die im Gespräch mit pilot Hamburg-Geschäftsleiterin Simona Riedel das Filialkonzept der Zukunft vorstellte. Anders als andere Banken setzt die Haspa nach wie vor ganz gezielt auf die Filiale als Point of Interest für die Kundinnen und Kunden – aber nicht mehr nur als Bank in der Nachbarschaft, sondern als Ort der Begegnung, der das unmittelbare lokale Umfeld gezielt fördert und vernetzt. Dazu gibt es in jeder Filiale offene Räume und einen so genannten Nachbarschaftstisch, der für fachliche Beratungsgespräche, aber auch für den informellen Austausch der Kunden untereinander genutzt werden kann, und immer auch einen Bezug zum jeweiligen Stadtteil bzw. Kiez. „Mit unserem Filialkonzept wollen wir unsere Marke erlebbar machen, persönliche Nähe zeigen und regionale Verankerung schaffen“, erläutert Helena Wilms. „Bei uns geht es nicht mehr nur um das Bankgeschäft, in unseren Filialen gibt es auch Veranstaltungen, die gar nichts mit unseren Kernthemen zu tun haben, wie Winetastings oder auch Vereinstreffen – einige Filialen bieten auch Nicht-Bank-Dienstleistungen an, wie etwa einen mobilen Bürger-Service, um beispielsweise einen neu ausgestellten Ausweis abholen zu können.“ 2017 startete die Haspa mit dem Umbau der ersten fünf Filialen, heute folgen bereits 90 der insgesamt 100 Zweigstellen dem neuen Konzept.

Im zweiten Talk diskutierten Fabiana von Holtzapfel, Direktorin Strategie & Beratung bei pilot Hamburg, und Alisa Jahnke, Co-Founderin von Purelei, darüber, welche Herausforderungen und Chancen die Fragmentierung der Kanäle – also Media- und Absatzkanäle – für Marken mit sich bringen können. Der Anbieter von Schmuck und Lifestyle-Produkten mit Hawaii-Feeling hat sich seit der Gründung im Jahr 2016 sehr erfolgreich im Markt etabliert und ist heute neben dem eigenen Online-Shop auch bei zahlreichen internationalen Anbietern vertreten. Dabei hatte laut Alisa Jahnke vor allem Social Commerce großen Einfluss auf die positive Entwicklung von Purelei und auch der Community-Gedanke, auf den die Gründer von Anfang an stark gesetzt haben, hat ihrer Meinung nach viel zum heutigen Erfolg beigetragen. „Die Community ist unheimlich wichtig für uns, wir gehen hier ganz gezielt in den Austausch, um unsere Zielgruppe besser kennenzulernen“, erläutert Alisa Jahnke. Interessanterweise setzt Purelei, die als reiner Online-Shop gestartet sind, auch immer mehr auf Offline-Touchpoints wie etwa klassische Events, bei denen die Community beispielsweise auf das Design-Team trifft und Kollektionen noch vor der Produktion testet oder Produkte gemeinsam weitentwickelt. Ein Trend, der laut Alisa Jahnke in naher Zukunft nochmals deutlich an Bedeutung gewinnen wird, ist das Thema Live-Shopping in den sozialen Medien: „In den nächsten zwei, drei Jahren wird man immer mehr über TikTok oder YouTube direkt shoppen können – das ist ein ganz wichtiger Markt.“

In der folgenden Diskussionsrunde traf pilot Screentime Geschäftsführer Damian Rodgett auf Dr. Mirko Caspar, Co-CEO und Vorstand bei Mister Spex und als solcher verantwortlich für die Bereiche Marketing, Category Management, Product Management sowie die Retail Stores und internationalen Märkte. Dabei gab es für das Publikum spannende Einblicke in das Geschäftsmodell von Mister Spex und einen interessanten Dialog darüber, wie und warum Einkaufserlebnisse von Marken als Differenzierungs- und Brandinginstrument eingesetzt werden sollten und wie eine gute Brand Experience am Point of Sale gelingen kann. Mister Spex arbeitet nach dem Start als reiner Onlineshop im Jahr 2016 mittlerweile mit eigenen Läden in hoch frequenten Lagen und outgesourcten Servicecentern. Mit den PoS-Aktivitäten sollten vor allem neue Kunden gewonnen werden, was nachweislich sehr gut funktioniert: „Von den rein offline akquirierten Kunden bestellt über ein Drittel beim zweiten Mal online. Wenn Vertrauen und Convenience zusammenkommen, funktioniert Omnichannel“, so Dr. Mirko Caspar. Dabei habe man online mehr gelernt für offline als umgekehrt, „Letztendlich ist auch der Kauf in unseren Geschäften am Ende nichts anderes als betreutes Online-Shopping“, ergänzt Caspar.

pilot-Geschäftsführer Kristian Meinken diskutiert mit Asher Rapkin, Director Global Business Marketing bei Meta

Zum Abschluss sprach pilot-Geschäftsführer Kristian Meinken mit Asher Rapkin, dem Director Global Business Marketing bei Meta, darüber, wie Marken die reale mit der virtuellen Welt verbinden können, um so neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Asher Rapkin ging dabei vor allem auf die Rolle des Metaverse als Point of Sale der Zukunft ein und welche Chancen sich für Unternehmen auf dieser Plattform bieten. Dabei ermutigte er Marken, die reale Welt nicht eins zu eins in die virtuelle Welt zu übersetzen – also etwa als Retailer nicht einfach einen Shop im Metaverse zu eröffnen. Vielmehr ginge es darum, sich zu fragen, welche Stärke die eigene Marke habe und diesen USP dann entsprechend in einer virtuellen Welt zu inszenieren und damit ganz neue Kundenerlebnisse zu ermöglichen. Kunden, die das Metaverse bereits heute für sich nutzen, reichen von Luxusbrands wie Balenciaga bis hin zu Fast-Food-Anbietern wie Wendy’s. Für Rapkin liegt einer der Vorteile des Metaverse darin, dass der User bzw. Konsument selbst entscheiden kann, wie tief er in die virtuelle Welt eintauchen will und Marken so beispielsweise selbst erleben kann, oder ob er Kommunikation als Zuschauer weiterhin zweidimensional von außen betrachten möchte.

pilot-Geschäftsführer Kristian Meinken bilanziert: „Mit pilot@OMR wollen wir den Dialog zwischen unseren Kunden und den innovativen Vordenkern der digitalen Marketing-Szene fördern – nach zwei Jahren auch endlich wieder persönlich. Es war spannend zu hören, aus welch unterschiedlichen Blickwinkeln die einzelnen Kunden auf den Point of Sale schauen und ihn für sich nutzen – online wie offline. Wobei für mich heute nochmals ganz deutlich wurde, dass wir den virtuellen und realen PoS keinesfalls getrennt beobachten sollten, sondern die Zukunft in der Verbindung der Welten liegt.“

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